Pfarrer Rainer Hinzen, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Stetten, zeigte sich in seinem Grußwort beeindruckt von der Bandbreite des ehrenamtlichen Engagements, das inzwischen von rund 400 Menschen an den unterschiedlichen Standorten der Diakonie Stetten ausgeübt wird. Auch erinnerte er an das im April dieses Jahres abgeschlossene Projekt „Extrazeit“ und bekräftigte den einstimmigen Vorstandsbeschluss, die erfolgreiche Arbeit des Projektteams nach Ende der Förderzeit durch die Stiftung Aktion Mensch aus eigener Kraft fortzusetzen. „Ehrenamtliches Engagement“, so Pfarrer Hinzen, „braucht professionelle Unterstützung und Begleitung, damit es sich entfalten kann und seine ganz eigene Qualität zum Tragen kommt“. Eine Bestätigung der bisherigen Arbeit und eine willkommene Unterstützung sei auch der namhafte Geldbetrag, den die Nürtinger „Loge zu den drei Linden“ zur Förderung der Ehrenamtsarbeit in diesem Jahr gespendet hat. Hinzen nutzte die Gelegenheit, sich dafür persönlich beim ehrenamtlichen Mitarbeiter Heribert Kilian zu bedanken, der die Spende eingefädelt hatte.
Einen bunten Strauß an Gedichten hatte die Rezitatorin Edeltraud Ruzek aus Waiblingen mitgebracht. Mit viel Verve und Humor nahm sie die Anwesenden mit auf einen Streifzug durch die Welt der Lyrik mit frei vorgetragenen Gedichten über die Liebe und das Leben von Heinrich Heine bis Heinz Erhard. Ihr vor Lebensfreude sprühender Beitrag inspirierte auch das Publikum: Katharina Schmitt aus Stetten zeigte Mut und trug spontan zwei Gedichte von Heinz Erhard vor.
Für den musikalischen Part des Abends waren die „Koppa Mala“ zuständig. Die neun Herren aus dem Wengerterflecken Strümpfelbach begeisterten mit erfrischendem und witzigem A Cappella-Gesang im Stile der Comedian Harmonists. Die schwäbische Lebensart und Befindlichkeit wurde im angestammten Dialekt humorvoll und augenzwinkernd besungen. Ihre in den höchsten Tönen vorgetragene Vorliebe für guten Wein und gutes Essen passte hervorragend zum kulinarischen Verwöhnprogramm, bestehend aus einem viergängigen Festmenü aus der „La Salle“-Küche.
Ulrike Rupp, Leiterin der Ernährungsbetriebe, die gemeinsam mit Ihrem Küchenteam die Speisenfolge vorstellte, fand anerkennende Worte fürs Engagement und bedankte sich bei den Gästen für ihren vielfältigen freiwilligen Einsatz; nicht zuletzt auch bei den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die in ihrem Zuständigkeitsbereich mit dafür sorgen, dass Veranstaltungen wie z.B. Ruheständlernachmittag und „Café Spezial“ stattfinden können.
Mit einem Bilderbogen der Aktivitäten aus drei Jahren Projektzeit warben die Ehrenamts-Koordinatoren für ihre begleitenden Angebote und luden die Gäste zum Mitmachen ein. Um das zukünftige Veranstaltungsprogramm für Ehrenamtliche möglichst bedarfsorientiert und attraktiv zu gestalten war Rückmeldung gefragt. Der sogenannte „Extrazeitkalender“ mit einer Mischung aus Fortbildungs-, Info- und Austauschveranstaltungen ist inzwischen ein etablierter Baustein der Freiwilligenkultur in der Diakonie Stetten, genauso wie das Dankeschönfest, das angesichts der positiven Resonanz im nächsten Jahr sicherlich eine Neuauflage erleben wird.
Steffen Wilhelm